Historische Ansichtskarten von Riedlingen (I)

Was liegt näher für einen Briefmarken- und Ansichskartensammler in seinem ersten Beitrag zu historischen Ansichtskarten von Riedlingen über das ehemalige Postamt in der Bahnhofstraße, wie sie damals noch hieß, zu schreiben. Ist dies doch ein Gebäude das Briefmarkensammler oft betreten (haben).

Partie_beim_Postamt_1916_Bildseite

Auf der Ansichtskarte ist rechts das Postamt zu sehen. Links gegenüber steht die Villa von Dr. Missmahl. Das Gebäude wurde leider abgerissen und durch ein Hochhaus ersetzt.Das Postamt wurde am 29.09.1907 feierlich eingeweiht.  Zur damaligen Zeit hatte das Gebäude noch ein Türmchen auf dem Dach. Dort gingen die Teöegraphenleitungen in die Nachborte wie z.B. Neufra ab. In den Jahren 1931/32 erfolgte eine Vergößerung des Gebäudes wie es heute noch auf einer Steintafel am Nebeneingang zu lesen ist. Am 18.10.2004 zog der Zustelldienst in die Opelstraße um, wo er sich noch heute befindet. Die letzte Verwaltungsdienststelle wurde am 26.10.2004 aufgelöst. Im Postamt war noch bis zum 25.09.2006 der Schalterdienst, ab dann existierte bei der Fa. Gönner eine Postagentur. Das Gebäude wurde genau 100 Jahr von der Post genutzt, denn am 29.09.2007 wurde als Letztes die Ablagestelle für die Fahrradzusteller geschlossen. Heute befindet sich das Gebäude in privater Hand.

Partie_beim_Postamt_1916_Schriftseite

Die Karte stammt im Original vom Postkartenverlag Gebrüder Metz aus Tübingen, der 1828 gegründet wurde.Verlegt wurde sie vom Buchbinder- und Schreibwarengeschäft Max Heim, das sich in der Donaustraße befand.  Geschrieben wurde die Karte am 01. Juni 1916 und nach Stuttgart geschickt. Die Karte wurde portogerecht mit 5 Pfennig frankiert und mit dem 2A-Stempel abgestempelt.

Die folgende Karte die aus dem selben Jahrzehnt stammt zeigt das Postamt aus einer anderen Sicht.

Postamt_und_Brücke_191x_Bildseite  Postamt_und_Brücke_191x_Schriftseite

Sie wurde von Reinicke & Rubin in Dresden gedruckt. Die mit 5 Pfennig frankierte Karte wurde mit dem 2A-Stempel entwertet. Das Türmchen wurde wähernd der Erweiterung in den Jahren 1931/32 abgerissen. Die Bahnhofsstraße wurde im Übrigen 1934 in Hindenburgstraße umbenannt.

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